Wissen kompakt
Häufige Fragen
20 Antworten auf die Fragen, die uns bei sonnenaufgang-heute.de am häufigsten gestellt werden. Geordnet nach Themenbereichen, jede Antwort sofort lesbar, mit Anchor-Link zum Teilen.
Berechnung und Genauigkeit
Wie der Rechner Sonnenaufgang und Sonnenuntergang bestimmt und wie genau die Werte sind.
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Wie genau sind die berechneten Sonnenzeiten?
# - Wir nutzen den Solar Position Algorithm (SPA) des US-amerikanischen National Renewable Energy Laboratory. Über mehrere tausend Jahre erreicht er eine Genauigkeit von wenigen Bogensekunden, umgerechnet sind das wenige Sekunden Uhrzeit. Atmosphärische Refraktion und der Sonnenradius sind über die Standard-Höhe von minus 0,833 Grad bereits berücksichtigt. Realer Sonnenaufgang weicht durch lokale Sichtverhältnisse und Geländehöhe oft um eine bis zwei Minuten ab.
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Brauche ich Internet, um den Rechner zu nutzen?
# - Die Berechnung selbst läuft komplett im Browser, ohne Server-Anfrage. Sobald die Seite einmal geladen ist, funktionieren auch die Stadt-Suche im DACH-Raum und alle Berechnungen offline. Nur die weltweite Stadt-Suche über OpenStreetMap braucht eine Verbindung, weil sie für unbekannte Orte eine externe Datenbank anfragt.
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Warum unterscheidet sich der berechnete Sonnenaufgang von der gefühlten Helligkeit?
# - Sonnenaufgang ist astronomisch definiert als der Moment, in dem die Oberkante der Sonnenscheibe den geometrischen Horizont durchstößt. Praktisch wird es schon vorher hell, weil die bürgerliche Dämmerung das Tageslicht streut, und es bleibt länger hell, weil die Atmosphäre Licht zurückwirft. Bewölkung, Nebel und Berge in Blickrichtung verschieben den sichtbaren Sonnenaufgang zusätzlich.
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Funktioniert der Rechner für historische und zukünftige Daten?
# - Ja, von 1900 bis 2100. Der SPA-Algorithmus ist über diesen Zeitraum durchgängig validiert. Für Daten außerhalb dieses Fensters lassen wir die Eingabe nicht zu, weil sich die ekliptische Schiefe und andere Bahnparameter so weit verschieben können, dass die Standard-Tabellen ungenau werden.
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Dämmerung und Lichtphasen
Bürgerliche, nautische und astronomische Dämmerung sowie blaue und goldene Stunde.
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Was unterscheidet bürgerliche, nautische und astronomische Dämmerung?
# - Die drei Dämmerungsphasen werden über die Sonnentiefe unter dem Horizont definiert. Bürgerliche Dämmerung reicht bis minus 6 Grad und ist die Phase, in der draußen ohne Kunstlicht gearbeitet werden kann. Nautische Dämmerung reicht bis minus 12 Grad, dann sind Horizont und helle Sterne gleichzeitig sichtbar, was historisch der Seenavigation diente. Astronomische Dämmerung reicht bis minus 18 Grad, danach beginnt die echte Nacht ohne Streulicht.
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Wie lange dauert die goldene Stunde wirklich?
# - Die goldene Stunde dauert nur selten eine echte Stunde. Sie ist über die Sonnenhöhe definiert, ungefähr zwischen plus 6 und minus 4 Grad. Im Hochsommer in mitteleuropäischen Breiten klettert die Sonne schnell, dann sind es oft nur 20 bis 30 Minuten. In hohen Breiten im Winter schleicht die Sonne so flach, dass sich die goldene Stunde über eine echte Stunde oder länger hinzieht.
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Wann beginnt die blaue Stunde genau?
# - Die blaue Stunde beginnt, sobald die Sonne etwa 4 Grad unter dem Horizont steht, und endet bei rund minus 6 Grad. Sie liegt zwischen goldener Stunde und bürgerlicher Dämmerung. In dieser Phase ist das warme Direktlicht weg, die hohen Luftschichten werden aber noch beleuchtet und streuen vor allem blaues Licht zurück, was den charakteristischen Himmelston ergibt.
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Warum gibt es bei mir keine astronomische Nacht im Sommer?
# - Nördlich des 49. Breitengrads, etwa ab Karlsruhe oder München, sinkt die Sonne in den Wochen um die Sommersonnenwende nicht mehr unter minus 18 Grad. Das bedeutet, die astronomische Dämmerung dauert die ganze Nacht durch, der Himmel wird nie völlig dunkel. Astronomen nennen das die helle Mitsommernacht. Weiter im Norden gilt das gleiche schon für die nautische und schließlich die bürgerliche Dämmerung.
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Fotografie und Reiseplanung
Wie sich die Sonnenzeiten praktisch für Fotos, Ausflüge und Outdoor-Aktivitäten nutzen lassen.
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Wie plane ich ein Sonnenaufgangs-Foto an einem Berg?
# - Sonnenaufgang am Berg heißt: gut 30 Minuten vor der berechneten Zeit vor Ort sein, weil die bürgerliche Dämmerung den Himmel vorab färbt. Bei Bergen in Blickrichtung Sonne verschiebt sich der sichtbare Aufgang um die Zeit, die die Sonne braucht, um über den Gipfel zu kommen. Eine Faustregel: pro 1 Grad Geländehöhe etwa vier Minuten später als die rechnerische Zeit. Bei Standpunkten oberhalb der Wolken kann es auch deutlich früher hell werden.
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Was bedeutet die Tageslänge für eine Wanderung?
# - Die Tageslänge im Rechner ist die Spanne zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Für die nutzbare Wanderzeit kommen vorne und hinten je etwa 30 Minuten bürgerliche Dämmerung dazu, in denen man noch ohne Stirnlampe gut gehen kann. Bei Tageslängen unter neun Stunden, also in Mitteleuropa von Anfang November bis Mitte Februar, lohnt eine genaue Zeitplanung, gerade wenn unbekanntes Terrain oder Auf- und Abstiege im Spiel sind.
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Wann ist das beste Licht für Stadtaufnahmen?
# - Für Architektur und Skylines ist der schmale Übergang am Anfang der blauen Stunde am stärksten. Der Himmel leuchtet dann noch tief blau, gleichzeitig brennen die Straßenlaternen und Schaufenster schon. Dieser Punkt liegt morgens etwa 25 Minuten vor Sonnenaufgang, abends ungefähr 25 Minuten nach Sonnenuntergang. Er dauert oft nur zehn bis fünfzehn Minuten, deshalb planen Foto-Teams hier auf die Minute genau.
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Funktioniert der Rechner auch für Sportevents?
# - Ja, für jede Aktivität, die an Tageslicht gebunden ist. Trail-Läufer, Triathleten und Anwender von Drohnen-Aufnahmen nutzen die Werte häufig. Wichtig ist, neben Sonnenauf- und -untergang auch die bürgerliche Dämmerung mitzudenken: Sie verlängert die nutzbare Zeit am Morgen und Abend um jeweils 25 bis 40 Minuten, je nach Breitengrad und Jahreszeit.
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Geografie und Standort
Wie Koordinaten, Zeitzonen und Sommerzeit in die Berechnung einfließen.
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Was ist genauer: Stadtname oder eigene Koordinaten?
# - Für Sonnenzeiten ist die Position auf wenige Kilometer genau ausreichend, weil sich Auf- und Untergang über ein paar Kilometer nur um Sekunden verschieben. Der Standard-Punkt einer Stadt ist daher praxistauglich. Wer Fotos punktgenau an einer Brücke oder einem Gipfel plant, kann mit den eigenen Koordinaten dennoch ein paar Sekunden gewinnen und vor allem die Geländehöhe mitberücksichtigen.
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Werden Sommer- und Winterzeit automatisch berücksichtigt?
# - Ja. Du wählst eine Zeitzone, der Rechner ermittelt zum gewählten Datum automatisch, ob Sommer- oder Winterzeit gilt, und gibt die Ergebnisse in lokaler Uhrzeit aus. Für die DACH-Region ist das die Mitteleuropäische Zeit beziehungsweise Mitteleuropäische Sommerzeit, also UTC plus 1 oder plus 2 Stunden.
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Wie funktioniert die Stadt-Suche?
# - Die Suche prüft zuerst eine eingebaute Liste mit über 10.000 DACH-Orten ab 1.000 Einwohnern. Treffer erscheinen sofort, weil die Daten lokal liegen. Findet die lokale Suche nichts, fragen wir nach einer kurzen Verzögerung die offene OpenStreetMap-Datenbank über Photon ab und liefern weltweite Treffer. Bei Auswahl wird die Zeitzone passend zum Land voreingestellt.
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Was passiert am Polarkreis bei Mitternachtssonne?
# - Wenn die Sonne an einem Datum gar nicht untergeht, zeigt der Rechner einen Hinweis auf den Polartag (auch Mitternachtssonne genannt). Das passiert nördlich des Polarkreises bei rund 66,5 Grad nördlicher Breite. Umgekehrt gibt es die Polarnacht, wenn die Sonne den ganzen Tag nicht aufgeht. In beiden Fällen liefert der Rechner statt Uhrzeiten den entsprechenden Status, damit klar ist, dass keine Werte fehlen.
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Astronomie und Hintergrund
Wissenschaftliche Grundlagen für alle, die mehr wissen wollen.
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Warum geht die Sonne nicht jeden Tag zur gleichen Zeit auf?
# - Drei Effekte überlagern sich. Die Erdachse ist um 23,4 Grad geneigt, dadurch verschiebt sich Tag für Tag der Punkt, an dem die Sonne aufgeht und untergeht. Die Erde umrundet die Sonne auf einer leicht elliptischen Bahn, was die effektive Tageslänge übers Jahr um bis zu rund 30 Sekunden variiert. Und drittens läuft unsere Uhr nach mittlerer Sonnenzeit, während die echte Sonnenzeit über die Zeitgleichung schwankt. Aufsummiert kann der Sonnen-Mittag im Vergleich zur Zeitzone um plus 16 oder minus 14 Minuten abweichen.
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Was ist der Sonnenhöchststand?
# - Der Sonnenhöchststand, auch Sonnenkulmination, ist der Moment am Tag, an dem die Sonne ihren höchsten Punkt am Himmel erreicht. Das ist der wahre Mittag am Standort und liegt nicht bei 12:00 Uhr, sondern bei der durch die Zeitgleichung und die geografische Länge bestimmten Lokalzeit. In Berlin schwankt der Sonnenhöchststand übers Jahr zwischen etwa 11:46 und 12:24 Uhr.
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Wie ändert sich die Tageslänge in Mitteleuropa übers Jahr?
# - In Mitteleuropa, also etwa zwischen dem 47. und 55. Breitengrad, dauert der längste Tag rund 16,5 Stunden und der kürzeste rund 7,5 Stunden, je nach Breite. Der Unterschied wird mit zunehmender nördlicher Breite drastischer: Hamburg bei 53,5 Grad hat im Sommer fast 17 Stunden Tag, im Winter knapp 7,5. München bei 48 Grad kommt auf rund 16 und gut 8,5 Stunden.
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Was hat die Sonnenwende mit dem Datum 21. Juni zu tun?
# - Die Sommersonnenwende ist der Moment, an dem die Sonne über dem nördlichen Wendekreis senkrecht steht. Sie fällt meist auf den 20. oder 21. Juni, gelegentlich auf den 22. Juni, weil unser Kalender ein Schaltjahressystem mit krummen Jahreslängen nutzt. An der Sonnenwende ist nicht der Sonnenaufgang am frühesten und der Sonnenuntergang am spätesten am gleichen Tag, das verschiebt sich um ein paar Tage. Aber die Tageslänge erreicht hier ihr Maximum.
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